HomeAus deutschen Kriegsgefangenenlagern. 2. FolgePagina 106

JPEG (Deze pagina), 632.15 KB

TIFF (Deze pagina), 4.62 MB

PDF (Volledig document), 110.66 MB

r
der Front gekämpft, sind mit ihren Kameraden gefangen­ Abê
genommen worden und dürfen meistens die Pflichten ihres ihnen
geistlichen Amtes an ihnen ausüben, doch stets unter der gottêë
l Mitwirkung eines deutschen katholischen oder evangelischen Das d
Pfarrers. Hunderte von deutschen evangelischen Geistlichen Li<¢d¤
{ wurden darurn mit der Seelsorge ihrer französischen Glau­ ,
l bensgenossen beauftragt. Und wenn diesen die Vorbereitung
Q und das Auswendiglernen einer französischen Predigt auch
manche Sorge bereitet haben mag, so zeugt es wahrlich von
einem seltenen Grade von intellektueller Bildung, dalä so viele
unserer Landpfarrer sich bereit erklären durften, sich der Seel- ‘
sorge ihrer französischen ,,Pfarrkinder" anzunehmen.
u
ï I-{eichter als die in Deutschland geborenen Geistlichen
haben es in dieser Beziehung einige aus der Schweiz oder
A aus Lothringen und aus dem Elsal'5 gebürtige Männer, wie "
i n z. B. Herr Pastor Nicole in Berlin, Missionar Bachimont in l;,,
i Soltau,l Herr Pastor Houriet in Hamburg und die beiden
i i Geistlichen der französischen reformierten Gemeinde zu
ä i Frankfurt a.M. Aber der bei weitem gröläte Teil der Seelsorge
l ruht in den Händen der in Deutschland ausgebildeten Geist­
Y lichen, und sie alle walten treu und geschickt des ihnen
durch die Militärbehörde anvertrauten Amtes, obwohl die A
l meisten dies nur im Nebenamte tun können und zugleich
ä die regelmälàige Arbeit in ihren groiàen deutschen Gemeinden
E weiter zu verrichten haben. __
_ In den evangelischen Gottesdiensten, die meistens von den Mun
in unseren Kirchen üblichen nicht sehr verschieden sind, ¤¤d
aus Liturgie, Gebet, Gesang und Predigt bestehend, singen D€u”
die Deutschrussen am allerbesten. Dies kommt wohl daher, SCh¤
daB ihre ganze Schulbildung sich in den deutschen Schulen kêm
und Kirchen vollzogen hat. Dazu tritt der dem russischen i Da
i Wesen innewohnende mystische Zug, der ihre ganze re1i­ fessi
E giöse Art kennzeichnet. gësc
102