HomeAus deutschen Kriegsgefangenenlagern. 2. FolgePagina 108

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I die einzige Möglichkeit, die französischen Burger mit Bibel, gaa
i Katechismus und Gesangbuch vertraut zu machen. äUm mic?
die Franzosen zu packen, muB man kurz und spannend Aufc
reden, und sind sie mit den erforderlichen Gesangbüchern MOT;
I versehen, so nehmen sie auBer an der Predigt auch am Seim
Gesang den wärmsten Anteil. Dali es unter ihnen nicht an hmz
l ernst gerichteten Seelen fehlt, beweist die Tatsache, daB les;
manche am SchluB des Gottesdienstes eine persönliche Unter- bem
haltung mit dem Geistlichen wünschen. Unter meinen
regelmäläigen Zuhörern im Lager Darmstadt gibt es viele, die
entweder schon Deutsch können oder die sich die gröBte in
[ Mühe geben, es zu lernen. So habe ich einigen von ihnen V 4;
i auf ihre Bitten hin deutsche Grammatiken und Wörter­ ‘·
i bücher beschafft, und es ist eine Lust, das Interesse ._‘»;
i wahrzunehmen, mit dem sie sich an die Arbeit machen.
i m interessantesten gestaltet sich naturgemäB die Seelsorge
i A A in den Lazaretten und Krankenhäusern. Die deutschen i/"
W l V ärzte, Krankenpfleger, Diakonissen, Krankenschwestern usw. X "
[ E haben sich auf diesem ideellen Gebiete rühmlichst ausgezeich- ‘ /~
{ E net. Uberhaupt der Verkehr zwischen den Kriegsgefangenen
und ihren deutschen Vorgesetzten, Offizieren, Unteroffizie­
ii ren, Dolmetschern u. a. wird wesentlich dzu beitragen, den
W Gefangenen den Aufenthalt in den Lagern zu einem bleiben-
g den Segen zu gestalten. Hier kann besonders der Seelsorger
Q eine köstliche Saat auf Hoffnung in die Herzen senken und gim
' mitten im Kriege den Frieden vorbereiten. Ich habe rüh­ Nan
l rende Zeugnisse des innigsten Dankes der Kranken und HOC
Verwundeten für die Pflege, die ihnen zuteil geworden, er- Lot;
halten. So von einem jetzt nach Paris zurückgekehrten Hal
Franzosen, der mir aus seiner Heimat schrieb: ,,Les soins HM‘
I dont j’ai été l’objet au lazaret comptent parmi les bienfaits lam
les plus inoubliables de ma vie." So von einem anderen Fab
Franzosen, dem unsere deutschen Krzte die beiden FüBe Het
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