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gen, ob der Frage der Seelsorge bei den jüdischen Kriegsgefangenen
rge des näherzutreten. Denn kurz nach den ersten Schlachten
de, ob nahten die hohen Feiertage - Neujahrs- und Versöhnungs­
letwas fest ­- heran. Es ist gewiB eine der ersten MaBr1ahmen des
Fie Be- preuläischen Kriegsministeriums auf dem Gebiete der Seel­
.rbeits­ i sorge in den Gefangenenlagern gewesen, wenn es einer
er da- Eingabe der ,,Freien Vereinigung für die Interessen des
2 wenn . orthodoxen ]udentums" vom 14. September 1914 bereits am
.muB, 15. September 1914 eine Verfügung folgen lieB, wonach
fi eine den in der Nähe von Kriegsgefangenenlagern befindlichen
gevviB­ i Synagogengemeinden gestattet wurde, für die jüdischen
feind­ Kriegsgefangenen auf den Lagerplätzen an den hohen Feier­
te be- l tagen - Montag und Dienstag, den 21. und 22. September,
alle zu V Dienstag abend und Mittwoch, den 29. und 30. September -
r Ver- Gottesdienste abzuhalten, und den Lagerkommandanten dies-
Laza­ bezüglich tunlichstes Entgegenkommen anempfohlen wurde.
1 Ein- Nur infolge des allseitigen Entgegenkommens der Kom-
h An- i mandanten war es denn auch zu ermöglichen, daB trotz der i
durch i kurzen Spanne Zeit, und obwohl noch jegliche Organisation 3
he die 1 fehlte, die Vorbereitungen zur Veranstaltung gemeinsamer 1
verden Festgottesdienste rechtzeitig abgeschlossen werden konnte.
elle an Dem Zusammenwirken der Kommandanturen und der jüdi­
1915 ¤ schen Gemeinden gelang es, die Raumschwierigkeiten und ·
1 ver- sonstige Hindernisse mancherlei Art zu überwinden und sämt- ,
liche Lager noch eiligst mit einer gröläeren Menge von Gebet­ °
büchern und den erforderlichen Festritualien zu versehen. i
Für alle Feiertage wurden den Gefangenen besondere Ver- Y
i günstigungen gewährt. 4
Aus diesen frühen Beziehungen der Gefangenen zu den
ï Nachbarrabbinern entwickelte sich alsdann von selbst überall
aniga- die dauernde Seelsorge, so dalä die Schaffung einer zentrali­ 4
ïrühen sierenden Organisation in betreff der gottesdienstlichen Ver- i
.e ver- anstaltungen sich als überflüssig erwies. Dabei wirkte die
ig dar, Eigenart des öffentlichen, d. h. gemeinsamen Gottesdienstes
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