HomeAus deutschen Kriegsgefangenenlagern. 2. FolgePagina 125

JPEG (Deze pagina), 685.94 KB

TIFF (Deze pagina), 4.62 MB

PDF (Volledig document), 110.66 MB

gtïng orschriftsmäüeigen Gefangenenrationen zu bewilligen. Zur
sich eckung etwaiger Mehrkosten erklärte sich die den Antrag
Chen stellende Organisation bereit. Darauf erging unter dem
von 24. Dezember 1914 ein Bescheid,
das daB nichts dagegen einzuwenden sei, wenn bei der Verpfle­
mfêr gung gröläerer Gruppen jüdischer Kriegsgefangenen, die sich
Ilgch hauptsächlich unter den Russen finden, die jüdischen religions­
Dis_ gesetzlichen Speisevorschriften nach Möglichkeit beobachtet
Die werden unter folgender Bedingung: i
An der nach Jüdischen relxgionsgesetzlichen Vorschriften
Hem einzurichtenden Bespeisung dürfen nur solche jüdischen Kriegs­
ïêïên gefangenen teilnehmen, die dies ausdrücklich wünschen.
dien- Die Teilnehmerzahl muB so gr0B sein, daB ihre gesonderte
tion. Beköstigung ohne Schwierigkeit und ohne Beeinträchtigung des
Ellen sonstigen Betriebes angängig ist: l
Die getrennte rituelle Beköstigung muB sich durchaus im
‘ Be' Rahmen der sonst üblichen Gefangenenverpflegung halten. 4
der Alsbald wurden die notwendigen Schritte getan, um von
Chèn den in diesem Sinne gleichfalls unterrichteten stel1vertre'cen­
tang den Generalkornmandos die Genehmigung zu der erf0rder­ 1
Iichen Einrichtung zu erlangen. Einige Generalkomrnandos
enen verfügten zur Erleichterung des Planes die Uberweisung der ;
Ven Strenggläubigen aus den kleineren Lagern in die gr0Ben. Das i
Gêfr bayerische Kriegsministerium hat auf Antrag die orthodoxen i
S dm Gefangenen in Germersheim (Rheinpfalz) und Friedrichshofen
ugêrt (bei Ingolstadt) konzentriert und die Einrichtung von Sonder- L
dem küchen genehmigt. Dies konnte alsdann in einer Weise durch-
3b€n‘ geführt werden, daB nur geringe Extrakosten erwachsen. Auch
(ï€' hat das genannte Ministerium angeordnet, dal?) bei Verteilung X
Sem' neuer Zugänge von Gefangenentrupps der rituelle Gesichts- 1
:hluB punkt berücksichtigt werde, indem jeder nach seinem Wun­ i
dem sche hinsichtlich der Verpflegung befragt werde. - Auch
lung in anderen Bundesstaaten konnte ähnlich vorgegangen 4
¥ïa;t· werden. Die badische Heeresvervvaltung hat im Lager zu L
tlmgt Rastatt eine jüdische Küche einrichten lassen, ohne dafür
def und für den Betrieb Ersatzkosten zu erheben. - Im Lager
121 `