HomeAus deutschen Kriegsgefangenenlagern. 2. FolgePagina 131

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üglich schwister. Denn die Heimat der groBen Mehrheit ist Polen,
i, wo, und die jüdischen Familien dieses Landes wurden während
.agern des Kriegsjahres nach unbekannten Orten des inneren RuB­‘
r IQI4 lands fortgeführt. So ist es eine der dankbarsten Aufgaben
biner- des jüdischen Seelsorgers, die Wege ausfindig zu machen,
die dem nach einer ersten Nachricht von den Angehörigen
iSCh€¤ schmachtenden Gefangenen ein Lebenszeichen zuführen.
‘h€i’?' Wie wohl tun seinem Herzen der Zuspruch eines Mit-
fcgàï empfindenden, das freundliche Wort des Vorgesetzten, die
Gerechtigkeit und Milde der ,,feindlichen" Heeresverwaltung.
;glä_u_ Von der innigen Dankbarkeit für die dem religiösen Emp-
mum, finden gewährte Rücksichtnahme der Kommandanten legt
m die u. a. eine Zuschrift Zeugnis ab, die aus einem deutschen
g auS_ Gefangenenlager an eine in Deutschland erscheinende, den
vi€,.ig_ Gefangenen regelmäläig zugänglich gemachte Zeitung ge-
;ri€gS_ richtet worden ist:
f dem ,, . . . Ich bin ein junger Rabbinatskandidat gewesen und muB
[Ch in mun gegen Menschen, selbst gegen Glaubensgenossen, die
Waffen ergreifen. Die Gefangennahme hat mein Gewissen l
zu ef' beruhigt, und ich habe Eir1f1uB auf die Kameraden, die nach g
>HZ€¤- und nach einsehen, daB wir in Deutschland nicht nur nicht i
[€_ verfolgt, sondern sogar beschützt werden . . . Vor einigen Tagen i
war ein deutscher Rabbiner bei uns, man hat uns sogar an W
16 be- unserem Osterfeste die vorgeschriebene Kost gegeben. Bitte
` _ bringen Sie in Ihrer werten Zeitung unseren tiefgefühlten Dank
hchên zum Ausdruck. Was die Tausende von gefangenen juden .
>er die russischer Nationalität nach der Beendigung dieses schrecklichen L
gbuI·]_g_ Krieges tun können, werden sie tun, denn es lebt in uns die ,
3 sind feste überzeugung, daB wir nicht zurückkönnen. Auch unsere i
_n am- Brüder aus Galizien, von denen einige hierher gelangt sind,
' denken ähnlich. Wir können deutsch lesen, und es wird uns ,
muzes eine Freude sein, wenn Sie uns die (folgt der Titel der Zeitung)
Bfkëhf Yegelmäläig senden.
§€Slï€Hï Es zeichnen ergebenst für . . . Kameraden
lschên C. L., Kantor. J. A., Kandidat."
. Ver-
er Ge-
:27 ,