HomeAus deutschen Kriegsgefangenenlagern. 2. FolgePagina 146

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· ein Platz, wo die Marken als Zahlung angenommen werden. L
L Die Einlösung der Scheckmarken geschieht durch die In- 1
L spektion in Frankfurt. Das System der Scheckmarken be-
deutet nicht nur eine Vereinfachung im Geldverkehr, son- i
r dem auch eine ziemliche Sicherung gegen Fluchtversuche
1 der Gefangenen.
T Der Paketverkehr hat im September 1915 gegen den L
i August 1915Wlêdêfb€(l€L1lIC11dZug€11OII1IH€11. Der Mehreingang
betrug über 7000 Pakete. Während auf die Russen von insgesamt
32 875 im September geprüften Paketen nur 164 entfielen,
erhielten die Franzosen und Belgier 18 295, die Briten
l I4 416 Stück ausgehändigt. Dabei betrug die Zahl der im ,
i September dem Lager Limburg zugehörigen Franzosen und i
Belgier 3164, der Briten 2105, der Russen 1525, so daB also
die Briten beträchtlich viel, die Russen unverhältnismäläig
wenig Pakete erhalten. Es entfielen auf den kriegsgefangenen
[ . Russen 0,108, auf den Franzosen und Belgier 5,780, auf den
g Briten 6,848 Pakete. Bei den Briten ist das ständige An-
wachsen des Paketverkehrs in der Hauptsache auf das an- 1
i § haltende Versenden von Bettelbriefen zurückzuführen. Nicht K
allein ihre engere und weitere Verwandtschaft, sondern
ë jeden, mit dem sie früher jemals in mittelbarer oder un- L
mittelbarer Beziehung standen, sowie auch Vereine, Zei-
{ tungen, Offiziere, Damen der Gesellschaft, bis in das eng- f
lische Königshaus usw., haben sie sich dienstbar zu machen
verstanden. i *
Das gewaltige Anschwellen des Paketeingangs hat dazu
geführt, daB die Paketabteilung zu Anfang September be-
deutend vergröláert werden mulàte. Während ihr bisher nur L
i 142 qm Bodenfläche in einer Baracke zur Verfügung stan- L
den, so dal3 jeder darin Beschäftigte dem andern im Wege
war und kein Raum mehr zur Unterbringung von Paketen S
vorhanden war, beträgt jetzt der Gesamtraum, einschlielä-
lich einer kleinen Abteilung für die schriftlichen Arbeiten
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