HomeAus deutschen Kriegsgefangenenlagern. 2. FolgePagina 161

JPEG (Deze pagina), 604.73 KB

TIFF (Deze pagina), 4.77 MB

PDF (Volledig document), 110.66 MB

doch Die Offiziergefangenenlager
k ihm Von
wenn Hauptmann v. T.
ürch-
2 Ge- L Auch in den Offiziergefangencnlagern kommen die in
1 Los den vorstehenden Abhandlungen angeführten Grund-
r die I sätze zur Anwendung, nur ist das gesamte Verfahren natur-
1der­ i lich den Sonderverhältnissen angepaBt und verfeinert, was
ächst L nachstehend in gr0Ben Zügen beleuchtet werden sol].
rZeit Wer Gelegenheit gehabt hat, in verschiedene Lager zu
Ein- schauen, versteht es, daB die Umstände nicht in allen nach
inem L der Schablone die gleichen sein können. Bei der gr0Ben Zahl
kriegsgefangener Offiziere, die gleich nach Beginn des Krie-
gcs in Massen eintrafen, war es schwer, sie unterzubringen.
Man gab ihnen Unterkunft in verfügbaren Kasernen, Schlös- I
sern, Zitadellen und Barackenlagern.
Hier ist nun das Wohnen schöner, dort sind bessere Ge-
legenheiten zum Spazierengehen oder die Aussicht ist land-
schaftlich reizvoller oder abvvechslungsreicher, dort ist mehr
Platz für Räume zu gemeinsamer Benutzung, hier sind gün-
stigere Küchenverhältnisse oder die nahe gr0Be Stadt ge-
stattet besonders weites Eingehen auf alle groBen und kleinen
Einkaufswünsche in der Verkaufsanstalt des Lagers.
Von dem noch im Kriege 1870 /71 auf Ehrenvvort gewährten
Aufenthalt in Gasthäusern oder Mietwohnungen muBte dieses
Mal Abstand genommen werden. Die zum Teil betrüblichen
Erfahrungen von damals und die schon jedem objektiv denken
wollenden Laien offensichtlichen Gefährdungen unserer In-
teressen muBten es verbieten, Feinden eine freie Bewegung
unter uns zu gestatten. In diesem ganz offen mit dem Ver-
nichtungszwecke auf allen militärischen und vvirtschaftlichen
Gebieten gekennzeichneten, gegen Heer und Bevölkerung ge-
richteten Kampfe hätten sie unter Ausnutzung der modernen
Verkehrstechnik Nachrichten abschicken oder Störungen und
*55