HomeAus deutschen Kriegsgefangenenlagern. 2. FolgePagina 163

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· , ge l Schäden in den Betrieben hervorrufen können, welche un- `
, übersehbare Folgen gehabt hätten. Mancher intelligente Of-
fizier hätte - gefangen und auf freiem FuBe in Deutschland ­-
r_ uns mehr Abbruch zufügen können, wie als Zug­ oder Kom-
, pagnieführer im Schützengraben.
S0 sehen wir also in diesem Kriege die Kriegsgefangenen
in ihren Lagern wie in kleinen Reichen auf den freien
_ W Verkehr innerhalb derselben und untereinander beschränkt.
Wo sie dennoch hinauskommen müssen, sind sie unter
ä i Auïsicm.
" Viele haben es übrigens zum Ausdruck gebracht, daB es
"`i i Aihnen doch nur peinlich sein würde, sich unter die Bevölke-
rung zu mischen, der der Krieg durch den Verlust von An-
gehörigen gar manche Wunde geschlagen habe.
Dem Gefühl des Abgesperrtseins ist, wo es sich unter Wah­ ,
rung der Sicherheitsrücksichten einrichten lieB, durch mög-
lichstes Weitziehen der Grenzen begegnet. Auf einer kleinen
Ostseeinsel_z. B. ist die Abgrenzung nur teilvveise nötig, und
so bietet sie mit ihrem weiten schönen Park, Ausblicken und
wechselnden Eindrücken in dieser Hinsicht einen ganz be-
i sonderen Vorzug.
i In den Unterkunftsbauten sind die Zimmer erheblich
schwächer belegt als in Friedenszeiten mit deutschem Militär;
, fast überall ist elektrisches Licht eingerichtet und alle
l Räume sind heizbar. DaB im übrigen alle unsere Kasernen
hygienisch einwandfrei sind, dürfte allgemein bekannt
l sein. Nahezu in allen ist Wasserleitung und Wasserspülung
i vorhanden, und für gute Dusch- und Bade­, sowie Ent-
lausungs- und Desinfektionsanlagen ist gesorgt.
a l An Darbietung von Turngeräten, Tennis- und Sportplätzen
und Sitzgelegenheit im Freien ist gedacht, und wo es sich
machen läBt, haben Liebhaber auch ihre eigenen Gartenbeete.
er Nach Möglichkeit sind Lese-, Billard-, V0rtrags­, Musik- und
er Unterhaltungsräume zur Verfügung. Der Pflege des G0ttes­
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