HomeAus deutschen Kriegsgefangenenlagern. 2. FolgePagina 17

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die einem Heere nur ,,folgen", die aber dann Anspruch auf
Behandlung wie Kriegsgefangene haben, wenn sie im Be-
sitze eines militärischen Ausweises sind. r
Da nach moderner Rechtsanschauung die Kriegsgefange-
nen Staatsgefangene sind, so unterliegen sie auch nicht der
durch Gewalt der Personen oder Abteilungen, die sie gefangen­
keits" genommen haben. Der Nehmerstaat ist verpflichtet, sie mit
aus' Menschlichkeit zu behandeln - eine auf fortgeschrittenen
aager kulturellen Anschauungen beruhende Bestimmung, die zu-
W€ft' gleich Ausdruck des Satzes bedeutet, daB ein gefangener
’rg€b' Feind mit dem Augenblick der Gefangennahme eben auf-
1 das hört, Feind zu sein. Ihm soll lediglich die weitere Teilnahme
am Kriege unmöglich gemacht werden. Die letztere Auf-
K°n' fassung ihrerseits wiederum bringt es mit sich, daB sowohl
°ht in die Erklärung, daB kein Pardon gegeben werde, wie die
V nur Tötung oder Verwundung eines die Waffen streckenden
n der Feindes, der sich auf Gnade oder Ungnade ergibt, verboten
S°€€· sand.
ld* in Die Behandlung der Kriegsgefangenen ist in der Haager
Landkriegsordnung nur in Umrissen geregelt, so daB den
zum Regierungen in der Durchführung jener ein recht weiter
: sich Spielraum gelassen ist. Dalä dieser nicht in Willkür aus-
K°m' arten darf, ergibt sich aber aus der schon erwähnten bedeut-
mt·Cr' Samen Vorschrift, daB die Gefangenen mit Menschlichkeit
Smd zu behandeln sind.
L' das Was im einzelnen zunächst den Ort der Unterbringung
nach ëmlangt, so ist die Festhaltung (mit Residenzpflicht der Ge-
ichaft fangenen) in Städten, Lagern oder beliebigen anderen Orten
gêgen gêstattet. Eine Einschlieläung ist (von dem selbstverständ­
rm€€” Iïchen Fall der Repressalie, d. h. der Vergeltung für völker­
`H°ht' fêchtswidriges Verhalten des Gegners, durch zeitweilige Auf-
‘€h€n’ hêbung irgendwelchen Völkerrechtssatzes) jedoch nur als
recht, lmerläläliche Sicherheitsmaläregel und solange erlaubt, als
diese notwendig ist.
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