HomeAus deutschen Kriegsgefangenenlagern. 2. FolgePagina 18

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Dem Grundsatz der Unverletzlichkeit entspricht es, wenn gl
- von Waffen, Pferden und Schriftstücken militärischen
Inhalts abgesehen - die Mitnahme alles persönlichen Eigen- {lk?]
turns gestattet ist.
Grundsätzliche Pflicht der gefangennehmenden Regierung
ist es, für den Unterhalt der Gefangenen zu sorgen, und á.
zwar sind sie mangels besonderer Vereinbarung in Beziehung
auf Nahrung, Kleidung und Unterkunft den eigenen Trup­
pen gleichzustellen. M,
Praktisch wichtig ist, daB die Gefangenen (mit Ausnahme
der Offiziere) als Arbeiter verwendet werden dürfen. Hier-
bei muB jedoch auf ihren Dienstgrad Rücksicht genommen
werden. Die Arbeiten dürfen nicht übermäliig sein und in
keiner Beziehung zu den Kriegsunternehmungen stehen. 4
Wie der Staat die Gefangenen selbst zu Arbeiten heran- ""
ziehen darf, so kann er sie auch auf ihr Verlangen Be-
hörden oder Privaten zur Beschäftigung zuweisen. Die Be-
zahlung richtet sich, soweit es sich um staatliche Arbeiten
handelt, nach den Sätzen, die im Verhältnis zwischen dem
Staat und inländischen Arbeitern gelten, sonst wird die “_
Höhe durch Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeit- E,]
nehmer unter Zustimmung der Militärbehörde festgestellt. ëää
Der Betrag, den die Gefangenen aus ihrer Arbeit gewinnen,
darf zur (ganzen oder teilweisen) Deckung der Unterhalts­ » ,Y;‘
kosten, die sonst kraft Gewohnheitsrechts der Staat der
Gefangenen nach Friedensschlulä ersetzen muB, verwendet
werden.
Da die Gefangenen ihrem Dienstgrad gemälä behandelt
werden sollen, besteht für sie die Pflicht, ihren Namen und
Dienstgrad anzugeben. Tun sie das freilich nicht, so setzen
sie sich damit nur der Gefahr der Nichtberücksichtigung einer l
eventuell höheren Charge aus. F
Militärrechtlich unterstehen die Gefangenen den kriegs­ I
rechtlichen Bestimmungen des Heeres, in dessen Gewalt sie
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