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kt: Zelten leicht behelfen konnte, so bot die Ernährungsfrage
m- erheblich gröBere Schwierigkeiten.
lte, Es ist hier nicht der Platz, um ausführlich den Entwick-
irs, lungsgang darzulegen, den das Verpflegungswesen in den
m- deutschen Kriegsgefangenenlagern durchlaufen hat. Aber
be- in groläen Zügen muB vor Augen geführt werden, welche
len Summe von Arbeit geleistet worden ist, bis alles so ge-
_ ordnet war, daB wir jederzeit vor unsere derzeitigen Feinde
treten können, nicht nur mit dem reinen Gewissen, das wir
von Anfang an auch auf diesem Gebiete hatten, sondern
auch mit den Beweisen in der Hand, daB auch auf dem
{P! Gebiete der Kriegsgefangenenernährung eine Organisation
geschaffen und ihre genaueste Durchführung gewährleistet
AQ; wurde, die eines ritterlichen und humanen Volkes würdig ist.
Der Verpflegungssatz betrug zu Anfang des Krieges, in
iïj Ubereinstimmung mit dem für unsere Mannschaft bei den i
‘ I immobilen Truppenteilen vorgesehenen Satz, 60 Pfennig pro
Tag und Kopf, ausschlielälich Brot. Dafür sollte eine aus- ,
kömmliche, aber einfache Kost gereicht werden, die in
ihrer Zusammensetzung den Arbeitsleistungen, die von den
Kriegsgefangenen verlangt werden, anzupassen war, und
if bei der die bisherigen Lebensgewohnheiten der Kriegs­
gefangenen nicht auBer acht gelassen werden durften. ;
Mit diesen behördlichen Weisungen war zunächst die ,
die Arbeitsaufgabe gekennzeichnet, die demjenigen Offizier zu- v
ebt fiel, der vom Lagerkommandanten mit dem Verpflegungs- l
de,. dienst betraut wurde. Eine verantwortungsvolle, aber auch
.€,._ befriedigende Arbeit! Verantwortungsvoll, weil sich der n
b€_ Offizier ja stets vor Augen halten muläte, dalà nach dem i
,€r_ MaB, nach dem er messen würde, deutsche Kriegsgefangene i
> in feindlichen Lagern behandelt werden würden. Befrie- ‘
um digend, weil in seine Hand eine Aufgabe gelegt war, die i
im ihm ein weites Arbeitsfeld eröffnete, auf dem er mit gröläter
mit Selbständigkeit schalten durfte und schalten sollte.
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