HomeAus deutschen Kriegsgefangenenlagern. 2. FolgePagina 34

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die in regelmäläiger Folge Angebote zeitgemäläer und preis-
würdiger Nahrungsmittel an die Lager sendet. Es werden ‘
fortlaufend Merkblätter und Flugblätter versendet, die Winke
und Ratschläge für die Herstellung schmackhafter Speisen
enthalten. Gleichzeitig damit erfolgt die Zusendung der
neuesten Nummer der Zeitschrift ,,Kriegskost" (Verlag
der Zentral­Einkaufsgesellschaft), die die bekanntesten
Nahrungsmittelgelehrten zu ihren Mitarbeitern zählt. Alle
Anfragen aus den Lagern mit Bitten um sachverständigen
Rat finden innerhalb vierundzwanzig Stunden ihre Er-
ledigung.
Zur Heranbildung von geschultem Personal fanden Kurse
. für Küchenunteroffiziere statt, die je sechs Tage dauerten.
‘ Die Kurse, die persönlich von dem Dezernenten für Kriegs­
gefangenenernährung eröffnet wurden, wurden in der Weise
à abgehalten, daB die Teilnehmer praktischen Dienst an dem
Kochkessel taten, und daB in der übrigen Tageszeit durch Vor­ i
träge und Aussprache über Gehörtes und Gesehenes ihr Inter-
è esse geweckt und ihnen die nötigen Kenntnisse vermittelt {
l wurden. Diesem Kursus für Küchenunteroffiziere folgte ein
1 Kursus für Verpflegungsoffiziere, der den Teilnehmern vier _
l Tage lang reiche Anregungen durch Vorträge über alle
‘ wichtigen Verpflegungsfragen gab. `
i Mit dem Kursus war eine Ausstellung moderner maschi-
l neller Einrichtungen für den Betrieb gröläerer Küchen ver- ­
bunden, und eine Probierküche bot an jedem Mittag Proben
ihrer Kunst, die Ernährung der Kriegsgefangenen preis­ C_
` würdig und abwechslungsreich zu gestalten, dar. Eine N
äufäerst anregende Aussprache ergänzte nachmittags den
I Inhalt der Vorträge. Aus allen Verhandlungen ging das
I groBe Interesse hervor, das sämtliche zum Kursus befohlenen
‘ Verpflegungsoffiziere dem Amt entgegenbringen, das ihnen
A der Krieg beschert hat und dessen Tätigkeit oft weitab liegt
è von ihrer Friedenstätigkeit. Ein Amt, von dem der Refe­ i
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