HomeAus deutschen Kriegsgefangenenlagern. 2. FolgePagina 42

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s
· einen Ausgleich zu schaffen, wird den Lagern Mehl zum
Brotbacken gegen Bezahlung überlassen. Die Lager haben zu
diesem Zweck eigene Bäckereien eingerichtet; zum Teil 1ieB
7 sich das leicht in leerstehenden benachbarten Bäckereien be-
werkstelligen. Dort wird von kriegsgefangenen Bäckern unter `i``‘
Aufsicht des deutschen Personals ein sogenanntes Zusatzbrot
gebacken, das von den Gefangenen gern gekauft wird. Be-
dingung ist, daB kein Kriegsgefangener davon mehr als 200 g
jeden Tag kauft. '
DaB es in den Lagerküchen Reste gibt, besonders wenn i Vl
sich keine Russen im Lager befinden, ist leicht verstand-
lich. Um davon nichts zu vergeuden, ist man in vielen
Lagern dazu geschritten, Schweineställe zu erbauen, in
, denen das deutsche Borstentier, von feindlichen Pflege­
I vätern behütet, ein behäbiges Dasein führt und sichtbar
zunimmt an Leibesfülle.
i Damit nun auch der Statistiker zu seinem Recht kommt, V ;""
f mögen zum Schlufä einige Zahlen dartun, was in einem Ge-
ä fangenenlager verzehrt wird. Als Beispiel mag ein Winterm0­
nat, der januar, und ein Sommermonat, der September, dienen.
! Monat januar 1915: Monat September 1915: y
g 22 939 kg Fleisch, 16 800 kg Fleisch,
, 9750 ,, Fische, IO 800 ,, Fische,
6766 ,, Reis, 22 140 ,, Obst,
1 9000 ,, Hülsenfrüchte, 750 ,, Trockenmilch,
196 036 ,, Kartoffeln, 290 000 ,, Kartoffeln,
i 2I 970 ,, frisches Gemüse, 34 000 ,, frisches Gemüse, 5
4 500 ,, Zucker, ·
M 5 485 ,, Salz, 7 500 ,, Salz,
i 2603 ,, Dörrgemüse, 4425 ,, Zusatzbrot,
g 29 064 ,, andere Lebens­ 26 050 ,, andere Lebens­ `
~ ‘ mmei, mittel, ~
Q äïï? 4r6 965 kg L ggïï;
t = einem Güterzug von 30 = einem Güterzug von 4I
Wagen (200­Zentner­Wagen). Wagen (200­Zentner-Wagen).
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40
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