HomeAus deutschen Kriegsgefangenenlagern. 2. FolgePagina 58

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zum überhaupt ersten Mal in ihrem Leben ein Bad! Bei Dabgj
jedem Lager ist eine gr0Be Wasch- und Badeanstalt ent- isichtspu
E standen, auläerdem eine Entlausungsanlage, scherzhafter­ lgêhilfen
l weise ,,Lausoleum" genannt. , Der g
In jeder Baracke sind genaue hygienische Vorschriften l
g, angebracht, für deren strengste Durchführung eine Orga-
i nisation unter den Gefangenen selbst, ,,die Sanitätsp0lizei",
unter Aufsicht der Arzte zu sorgen hat. Die ,,Sanitätspoli­ _
g zisten" melden jeden Tag einem ihrer Obmänner, ob und l ,_
welche Milöstände sie in ihrer Baracke bemerkt haben.
Diese Obmänner genieläen das Vertrauen der Arzte und
, bringen alle Meldungen zu deren Kenntnis.
X Eine besondere Aufgabe der Sanitätspolizisten ist die Re-
vision der Küche und der Nahrungsmittel. Obwohl die letzteren
` nach den allgemeinen Dienstvorschriften regelmälöig vom
L Lagerarzt geprüft werden, haben die Sanitätspolizisten doch
[ noch den Auftrag, Beschaffenheit und Schmackhaftigkeit
1 der Speisen unter Kontrolle zu halten. L3
l Die Sanitätspolizei übervvacht im allgëmëïflêü d€¤ G€· r
; sundheitszustand der Kriegsgefangenen, wenn naturgemälä
auch die ärztliche Beratung und Behandlung den Arzten `
überlassen bleibt. L
, ` Das Einvernehmen der deutschen Arzte mit ihren aus- V
t ländischen Kollegen bei der Krankenbehandlung ist durch- "
, gehends gut. Indessen ist die Zahl der fremden Arzte sehr
3 zurückgegangen, da alle französischen und englischen in ”
E letzter Zeit auch die russischen Arzte bis auf vereinzelte =
i Fälle, in denen sie zur Krankenbehandlung noch nötig sind, L V
der Genfer Konvention gemälä in ihre Heimat zurückgeschickt 7
g wurden. sich k
Q Die ärztliche Behandlung, Operationen, Röntgenaufnah- iïm ,
ï men, die reichliche Versorgung mit Verband- und Arznei­ lwerde;
mitteln, mit Brillen, Bruchbändern, künstlichen Gliedern iHR€vi.
ë usw. geschieht vollständig kostenlos. gchwe
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