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Lazarett, das sich meist in unmittelbarer Nähe desi
Lagers befindet.
Dort wird der Kranke zunächst gebadet, erhält Krankenà
kleider und wird dann einer der ,,chirurgischen" oder ,,inne­
ren" Stationen, der Pflege des Stationsarztes mit seinemQ
l Stab von Krankenpflegern, Lazarettgehilfen, Dolmetschern;
usw. überwiesen. Der Chefarzt trägt die Verantwortungï
für den Zustand des Lazaretts als einer Heilanstalt.
chentlich werden von ihm gemeinsam mit den Beamteni
die Küchenzettel bestimmt und die den einzelnen Krank­l
l heiten angepafäten Diätformen festgelegt.
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l Die Erfolge des für alle Lager und Lazarette derart gew
i regelten Sanitätsdienstes sind denn auch durch die Erfah-
i rungen des ersten Kriegsjahres zutage getreten. Die geringe
Zahl von innerlich Kranken in den deutschen Lagern
' durchschnittlich ein bis drei vom Hundert - spricht besser
g als alles übrige für die ausgezeichneten Gesundheitsverhält­
i nisse in deutschen Kriegsgefangenenlagern.
i Diese Tatsache kommt auch in allen Berichten neutraler
Kommissionen zum Ausdruck, die mit Ernst und Gewissen-
haftigkeit die Lager in offiziellem Auftrag besichtigt haben.
i i So äuläert sich z. B. Nationalrat Eugster in seinen amt-
I lichen ,,Berichten über die Kriegsgefangenenlager" (Verlag
Georg & Co., Basel und Genf) wörtlich über ,,Sanitäre Ein-
ë richtungen" in deutschen Kriegsgefangenlagern S. 37:
,,Darin leisteten alle besichtigten Lager Vortreffliches. Die
l Küchen sind alle nach dem bekannten Typus der Militärmann- i
schaftsküchen erstellt. Allerorts finden sich Bad- und Dusche-
einrichtungen und Desinfektionsapparate. Die Aborte werden
[ in sauberem Zustande gehalten, was bei so vielen üblen Ge- l
wohnheiten, die da vorkommen, keine Kleinigkeit ist. Des- r
l infektionsmittel tun ihren sanitären Dienst.
Dank diesen wohlüberlegten Malänahmen ist der Gesund­l
E heitszustand überall da, wo nicht durch Gefangene, nament-
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