HomeAus deutschen Kriegsgefangenenlagern. 2. FolgePagina 76

JPEG (Deze pagina), 596.90 KB

TIFF (Deze pagina), 4.64 MB

PDF (Volledig document), 110.66 MB

l
E
I deutschen Lagern ihnen geboten wurden, sich zunutze ge-
‘ macht und mit steigendem Verständnis aufgenommen haben. u
E Unter der Leitung der militärischen Behörden ist eine ganze
; Reihe von Einrichtungen entstanden, welche der Belehrung
und der Unterhaltung dienen und welche - auch nach den
· zahlreichen Zeugnissen der Gefangenen selbst - sich immer
besser bevvähren.
lm Vordergrund dieser Einrichtungen stehen die Unter-
» richtskurse. Sie werden vielfach von den Gefangenen
S selbst erteilt, denn unter diesen befinden sich viele Pro-
fessoren, Lehrer und Studenten, die auf diese Weise die
Gelegenheit finden, sich in der Ausiibung ihrer Berufsarbeit
zu betätigen. Die Lernenden andererseits können ihre Kennt­
4 nisse erweitern. Manche unter ihnen sind durch Verwundung
oder Verstürnmelung genötigt, sich auf einen anderen Beruf
i vorzubereiten.
; Den Gegenstand der Unterrichtskurse bilden in erster Linie
E die Sprachen. Die Gefangenen bekommen einen sehr deut-
E lichen Eindruck von der Wichtigkeit der Kenntnis fremder
i Sprachen. Diejenigen unter ihnen, die über Sprachkenntnisse
verfügen, haben vor den anderen manche Vorzüge voraus.
i Sie werden als Dolmetscher oder Barackenälteste verwendet
I und erhalten dadurch nicht blolä eine die Zeit ausfüllende Be-
schäftigung, sondern auch allerlei persönliche Vorteile.
i Auläerdem sind sie auch nicht den mancherlei Miläverständ-
i _ nissen ausgesetzt, die im Verkehr mit den Bevvachungsmann-
schaften so leicht sich einstellen können. Die Beschäftigung
mit der deutschen Sprache wird deshalb in allen Lagern in
groläem Umfang betrieben. Aber daneben bestehen auch
Unterrichtskurse in den anderen Sprachen. In Frankreich
, und Belgien wie auch in Ruläland fehlt es nicht an solchen
E Leuten, die entweder gar nicht oder nur in sehr bescheidenem
ë MaBe der Kunst des Schreibens und Lesens mächtig sind. Für
X
72